Eine Route durch die Berge in Ruhe planen

Landschaftsillustration

Eine Fahrt durch die Berge ist etwas ganz anderes als eine Fahrt durch flaches Land. Die Strasse windet sich in Kurven, steigt an und fällt wieder ab, und hinter jeder Biegung öffnet sich ein neuer Blick. Das ist schön, kostet aber mehr Zeit und mehr Aufmerksamkeit, als ein Blick auf die Karte vermuten lässt. Wer das von Anfang an einrechnet, fährt entspannter. Plane deshalb grosszügig und sieh die Bergstrecke als Teil des Ferienerlebnisses.

Schau dir vor der Abreise das Wetter und den Zustand der Strassen an. In den Bergen ändert sich beides schnell, und manchmal muss man umplanen. Überlege dir eine Ausweichroute, damit du nicht unter Druck gerätst, falls es nötig wird. Prüfe, was dort gilt, wo du fährst. Achte darauf, dass der Tank voll oder die Batterie geladen ist, bevor es hinaufgeht. Und rechne nicht mit einem knappen Zeitplan, denn Bergstrecken lassen sich schlecht antreiben.

Unterwegs zwischen den Kurven

Viele Kinder vertragen Kurven schlecht. Plane deshalb regelmässige Pausen, in denen alle aussteigen und frische Luft schnappen können. Pack leichte Kost ein, wie Brot, Früchte oder ein Znüni, und vermeide schwere Mahlzeiten vor kurvigen Abschnitten. Sag den Kindern, dass sie den Blick nach vorne oder in die Ferne richten sollen. Ein Fenster, das einen Spalt weit offen ist, sorgt ebenfalls für Erleichterung.

Halte nur dort an, wo es ruhig und übersichtlich ist. Ein Aussichtspunkt mit Platz zum Stehen ist besser als ein spontaner Halt in einer Kurve. Nimm dir Zeit für Fotos und für einen Blick über das Tal, denn genau dafür fährst du ja hier. Lass die Kinder ein wenig herumlaufen, aber halte sie in der Nähe. Vergiss nicht, dass es oben oft kühler und windiger ist, und nimm für alle eine warme Jacke mit.

Bergfahrten sind anstrengender, als sie aussehen. Die Konzentration lässt schneller nach, wenn die Strasse immer wieder neue Aufmerksamkeit verlangt. Wechselt euch beim Fahren ab, wenn ihr mehrere Erwachsene seid, und macht lieber eine Pause zu viel als zu wenig. Wer müde wird, hält an und ruht sich aus. Trinkt genug Wasser, und beendet den Tag lieber etwas früher, als dass ihr euch zu viel zumutet. So bleibt die Fahrt ein Erlebnis und wird nicht zur Prüfung.